„Leben als Mission“ – Jakob und Charlotte Rippert
von Klaus Rippert u. Paul Kiem
Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte quer durch das 20. Jahrhundert und um die halbe Welt:
Soldat und Krankenschwester im Ersten Weltkrieg, Missionare in Ägypten und Nubien, Farmer in Palästina, für viele Jahre in Australien Internierte im Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit in Deutschland und schließlich Missionare in Zentralaustralien, ein wahrhaft ereignisreiches Leben.
Obwohl sie sich selbst immer als einfache Missionare sahen, waren Jakobs und Charlotte Ripperts Leben eng mit den großen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verknüpft. Ihre Lebensgeschichte trägt dazu bei, diese Ereignisse aus der Perspektive von Menschen zu veranschaulichen, die ansonsten am Rande der Schlagzeilen stehen, die die Geschichte schreibt. Die Tatsache, dass sie nur selten ihr Schicksal in die eigenen Hände nahmen, sondern von den Ereignissen, einschließlich der beiden Weltkriege, mitgerissen wurden, macht diese Geschichte noch faszinierender und hilft, die Schicksale so vieler anderer Menschen in ähnlichen Situationen aufzuzeigen und besser zu verstehen.
Den Autoren (ein Deutscher und ein Australier) war es wichtig, bei der Erzählung der Geschichte, neben dem persönlichen Schicksal, auch immer wieder die gesamtpolitischen Zusammenhänge darzustellen. Dabei finden sich auch viele geschichtliche und weltpolitische Ereignisse aus jener Zeit, die in Deutschland bisher nur wenig bekannt sind. Wussten Sie zum Beispiel, dass während des 2. Weltkrieges ca. 8.000 Deutsche und Italiener als Internierte jahrelang in der australischen Weite hinter Stacheldraht verbringen mussten?
Die Lebensgeschichte von Jakob und Charlotte entführt sie auf eine Reise, die sie so bestimmt noch nicht kennen. Die Autoren konnten dabei auf zwei große Familienarchive in Australien und Deutschland zurückgreifen, in denen sich neben hunderten von Briefen auch hunderte Bilder und andere Artefakte fanden.
Die Autoren:
Karl Klaus Rippert, ehemaliger Ingenieur, ist Genealoge und Autor mit Schwerpunkt auf hessischer Familien‑ und Sozialgeschichte. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung (HfV) und Mitglied der Redaktion der Zeitschrift “Hessische Genealogie“. Er hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: „Chronik der Familie Ripper(t)“ und „Familie Hufenbach aus Ostpreußen“. Auch war er maßgeblich an der Erschließung und Übergabe des umfangreichen Briefnachlasses von Jakob Rippert an das Hessische Staatsarchiv Darmstadt beteiligt und publiziert regelmäßig zu genealogischen, historischen und quellenkritischen Themen.
Paul Kiem (www.paulkiem.net) ist ehemaliger Geschichtslehrer und ehemaliger Präsident der “History Teachers’ Association of Australia”. Er forscht zur australischen und europäischen Sozialgeschichte und hat zahlreiche Artikel und Buchkapitel veröffentlicht. Im Jahr 2024 erhielt er den Ivan-Barko-Preis des Instituts für die Erforschung der französisch-australischen Beziehungen für seinen Artikel „Die Familien e Huybers und Loureiro: Eine Fallstudie zur Geschichte der französischen Verbindungen Australiens”, der in der French Australian Review veröffentlicht wurde. Zuletzt verfasste er ein Kapitel mit dem Titel „Why Should Public Men be Held up to Ridicule?” (Warum sollten Personen des öffentlichen Lebens lächerlich gemacht werden?) für das Buch Cartoon Con icts (2025) von Scully, Fernandes und Khanduri.
Verlag in Deutschland:
GENDI-Verlags- und Versandbuchhandlung, Andreas Stephan, Gartenstraße 2a, 64853 Otzberg, Deutschland, 0 61 62 / 91 52 611, shop.gendi.de
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ISBN 978-3-946295-18-1, Hardcover 240 Seiten Preis: 37,90 €
Inhalt:
Vorwort, Dank, Abkürzungen
1 – Prolog – Auerbach, Januar 1948
2 – Jakob Rippert
3 – Der Erste Weltkrieg, 1914 – 1918
4 – Die Sudan-Pionier-Mission (SPM)
5 – Charlotte Wolter
6 – Ägypten und Nubien – 1924 -1931
7 – Palästina, 1931 – 1939
8 – Tatura, Australien 1941 – 1944
9 – Frieden und Repatriierung, 1945 – 1947
10 – Deutschland, 1948 -1950
11 – Migration und Entschädigung
12 – Hermannsburg, Zentralaustralien, 1950 – 1955
13- Nuriootpa, 1956 – 1975
14 – Epilog – März 1970
Quellen- und Literaturverzeichnis, Abbildungsverzeichnis
Englischsprachige Ausgabe:
Paul Kiem and Klaus Rippert
„Jakob and Charlotte Rippert: Nubia to Nuriootpa“, ISBN: 9780 64544 5916

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64289 Darmstadt
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